vierhuff theaterproduktionen- "Gummi-T." – zurück zur Arbeit

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Plakat Gummi-T.

Gummi-T.

Nach dem Kinderbuch "Gummi-Tarzan" von Ole Lund Kirkegaard bearbeitet von Gero Vierhuff

Regie und Produktion: Gero Vierhuff
Bühne und Kostüme: Yvonne Macour

Musik: Roman Keller

Dramaturgie und Theaterpäd.: Simone Reindell

Mit: Karl-Heinz Ahlers, Arnd Heuwinkel, Felix Maue, Christopher Weiss

Fotografie: Andreas Hartmann

Illustration: Ole Lund Kirkegaard

Premiere: Freitag, 20. April 2012
Lichthof Theater, Hamburg




Inhalt:

Ivan Olsen ist schmächtig und schüchtern. Und der Tag beginnt für ihn häufig mit einer peinlichen Portion Hosenwasser. Zuhause hört der Vater nicht zu, und in der Schule ärgern ihn die großen Jungs. Das Leben ist alles andere als ein Ponyhof für Ivan.

 

 

Doch eines Tages erscheint ihm eine Hexe, die ihm die Erfüllung all seiner Wünsche verspricht – allerdings nur für einen Tag. Aber an diesem einen Tag kann Ivan all das tun, was ihm sonst nicht gelingt: Er spuckt weiter als alle anderen Jungs. Er sperrt seinen fiesen Sportlehrer im Schulklo ein. Und schließlich schießt er sogar noch das entscheidende Tor bei einem professionellen Fußball-Match. Als Ivan jedoch am nächsten Tag aufwacht, ist alles wie vorher und er bekommt wieder Hosenwasser.

 

Wie sollte ein richtiger Junge sein? Groß und stark, mit vielen Muskeln und großer Klappe? Es ist doch keiner wie der andere – vor allem nicht Ivan.

 

In Dänemark gilt das Kinderbuch Gummi-Tarzan als moderner Klassiker und wurde 1981 verfilmt.

 

Presse

„Ivan Olsen soll stark wie Tarzan sein. Doch er hat vor allem und jedem Angst.

 

Jeden Tag sperren ihn die großen Jungs ins Klo und schütten ihm Wasser in die Hose – Hosenwasser. Regisseur Gero Vierhuff hat den modernen Kinderbuch-Klassiker von Ole Lund Kierkegaard in eine super-komische Slapstickkomödie verwandelt. Das Schauspieler-Team – Felix Maue (Ivan), Arnd Heuwinkel (Vater), Karl-Heinz Ahlers (Hexe) und Chris?to?pher Weiß (Lehrer) – turnt, lautmalt, spricht und heult um die Wette. Ihre Spielfreude auf der Bühne im Lichthof Theater ist ein großer Spaß.

 

Turnen, oh weh! Der arme Ivan! Wenn der Kasten nur nicht so hoch wäre. Doch ehe sich der Zuschauer versieht, ist nicht nur Ivan auf der Nase gelandet und hat schon wieder Nasen?bluten, sondern ist auch der Kasten auseinandergenommen, und – zack – sitzen drei Jungs in Kastenklos. Heuwinkel, Ahlers und Weiß spielen fliegenden Rollenwechsel. Die Fahrradlenker in der Luft, heben sie als die drei großen Jungen fast ab. "Aufsitzen, Männer! Kickstarter raus!" Eben um die Ecke gebraust, kommen sie sogleich als Mutter, Hexe, Lehrer oder Vater wieder. Zwischen?durch sitzt der dünne Ivan traurig da und erzählt, wie er sich fühlt.

 

Nur vor der Hexe, vor der alle Angst haben, fürchtet sich der Gummi-Tarzan nicht. Sie gewährt ihm einen Wunsch. Ivan, der noch nicht mal richtig lesen kann, ist diesmal schlau. "Alle meine Wünsche sollen in Erfüllung gehen", fordert er die Hexe heraus. Und die sieht seine Not und erfüllt seine Wünsche. Doch wie das mit dem Wünschen so ist, hat die Sache einen Haken. Nur für einen Tag ist Ivan schlauer und stärker als alle anderen. Aber das ist ein Heiden?spaß und diesmal für ihn.

 

Yvonne Macours Bühne mit den Turn?kästen, die sich durch wenige Hand?griffe dauernd verändert, gibt der Geschichte zusätzlich Tempo. Die Kostüme, eben?falls von Macour, sind bis ins Detail liebevoll ausgearbeitet und stärken die Komik der Figuren. Die Musik (Roman Keller) aus der Konserve – ob Xylophon, Ratsche oder Farfisa-Orgel – erzeugt eine Stimmung wie in Stummfilmklassikern à la "Die kleinen Strolche". Doch neben Tempo und Slapstick gibt es auch stille Momente. Immer dann, wenn Ivan allein über sein Leben sinniert, kehrt Ruhe ein. Und eigentlich ist die Geschichte vom Außenseiter, der jeden Tag gepiesackt wird, eine traurige. Doch das vergisst man bei Gummi-T. die meiste Zeit. Denn das Publikum kann sich schütteln vor Lachen, vor allem über die Fieslinge und den großmäuligen Vater, der selbst ein Gummi-Tarzan ist."

 

"GODOT - das Hamburger Theatermagazin" Text: Angela Dietz; 23. April 2012