Theater Plan B
"KLUB DER EINSAMEN HERZEN"
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Klub der einsamen Herzen

Eine Theater-Session über "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band"

Inszenierung: Chris Weinheimer
Kostüm: Constanze Böhm

Musik: Thomas Esser

Bühne: Marcel Weinand

Mit: Karl-Heinz Ahlers, Thomas Esser und Hartmut Fiegen

 

Premiere: 11. Oktober 2013, Lichthof Theater Hamburg


Inhalt:

1967 erschien mit „Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club Band“ das achte Studioalbum der Beatles. Es gilt als eines der ersten Konzeptalben der Popmusik. Die zwölf Songs des Albums erzählen sehr unterschiedlichen Geschichten, Miniaturen, die viel interpretatorischen Freiraum lassen: mal kleine Alltagsbeschreibungen, mal skurrile und psychedelisch anmutende Stimmungsbilder, mal Kurzgeschichten mit komplexen Vorgängen und klar gezeichneten Figuren. Wir beschäftigen uns an diesem Abend weniger mit der Musik als mit den Texten, sie bilden die Grundlage dieses Abends, der vieles sein wird, aber sicher kein Liederabend mit Beatles-Hits.
Wir wollen nicht nachspielen sondern neue Fragen aufwerfen, über Hintergründe phantasieren und vorhandene Geschichten weiterspinnen: Was wurde aus der kleinen Ausreißerin aus „She´s leaving home“? Wer ist die Figur, hinter dem sehnsuchtvollen Hilferuf in „With a little help from my friends“, und was ist ihre Geschichte? Wie lässt sich „When I´m sixty-four“ interpretieren angesichts der drohenden Überalterung unserer Gesellschaft? Wurde vielleicht nichts aus dem Anbandelungs-Versuch mit der lieblichen Politesse Rita („Lovely Rita“) aufgrund ihrer Neo-Nazi-Vergangenheit? Und was zum Teufel macht Lucy mit den Diamanten, die vom Himmel gefallen sind („Lucy in the sky with diamonds“)?

Den szenischen Ausgangspunkt dieser neuen „Theater Plan B“-Produktion bildet jener fiktive „Klub der einsamen Herzen“, der im Titelsong von den Beatles besungen wird. Wir behaupten ihn als Rückzugsort der Vereinzelten, der Gestrandeten und von Sehnsucht Getriebenen.
 

 

Presse

„Unter der Regie von Chris Weinheimer ist ein Theaterabend entstanden, der sich einerseits am wortwörtlichen Verstehen erfreut, andererseits die Texte zu einer Art Alltagsmatrix macht, in der die Zumutungen des modernen (Männer)-Lebens verarbeitet werden. Die Geschichten der Songs, interpretiert von einem Selbsthilfeclub der Teebeutelvergesser. (…) Die Theatermacher verwursten die Lächerlichkeit neoliberaler Selbstmotivation, das Mitrennen im nie stoppenden Hamsterrad. „Plan B“ schält auch die schon eingeschriebene Komik der Songtexte heraus. Beides zusammen ergibt einen wunderbar tröstenden, clownesken Liederabend fast ohne Lieder.“
 
(„Hildesheimer Allgemeine Zeitung“)